Landfrauen Schalkstetten waren in Luizhausen und besichtigten eine Puppenstube

 

Am Ende der Weihnachtszeit machten die Schalkstetter Landfrauen einen Nachmittagsausflug nach Luizhausen. Frau Friess hat in ihrem Wohnhaus unzählige Puppenstuben liebevoll dekoriert und hergerichtet. Unter anderem kann man einen Stoffladen, eine Parfümerie, ein Schulzimmer und sonstige Szenen aus dem Leben betrachten und erkunden. So sieht man zum Beispiel betende Kinder im Bett liegen oder knien; im Weihnachtszimmer spielen die Kinder Monopoly; der Bäcker backt für das angrenzende Kaffeehaus Kuchen und Brezeln. Immer wieder findet man Szenen wie aus dem richtigen Leben. Herr und Frau Friess führten uns durch ihr Puppenstubenland und erklärten, wie die Puppenstubenszenen entstanden sind. Eine besondere Stube ist das Jagdzimmer, das Frau Friess extra für ihren Mann, der ein leidenschaftlicher  Jäger ist, hergerichtet hat. Die Schalkstetter Landfrauen bedankten sich bei Familie Friess mit einem Schalkstetter Bienenhonig. 

Der Abschluss des gemütlichen Nachmittags war im Cafe d` Villa in Weidenstetten. Dort wurden wir gut mit Kaffee und Kuchen verköstigt und konnten in der alten Amtsstube erfahren, wie es zu diesem liebevoll hergerichteten Kaffeehaus gekommen ist.

 

Ilse Rösch

 

Landfrauen Türkheim

Mein Gast ist Vegetarier, was koch ich nun!

 

Schon beim Betreten des Raumes wurde den Landfrauen klar, dass dieser Abend ein Mitmach-Programm beinhaltet! Frau Gerda Lober aus Crailsheim hatte am 20. Februar ein bunte Mischung von Zutaten aus der vegetarischen Küche mitgebracht und rezeptweise auf den Tischen vorbereitet. Da gehörte gewöhnliches Gemüse wie Karotten, Zwiebeln und  Kartoffeln genauso zum Repertoire wie exotische Kokosmilch, Currypaste und Curcuma. Natürlich durften auch Tofu und Soja, sowie Bulgur, Quinoa und Couscous nicht fehlen. Acht verschiedene Rezepte sollten von den Landfrauen gekocht werden, deshalb ging es auch gleich an die Arbeit. In kleinen Gruppen wurde geschnippelt, gebraten, gerührt und probiert. Die Rezepte waren durchweg sehr schnell und unkompliziert umzusetzen und die Referentin stand stets helfend zur Seite. So war in recht kurzer Zeit ein Vorspeisenteller aus Blattsalat mit Tofu und Feigendressing, Couscous-Gemüse-Muffins und Möhren-Quinoa-Patties zum Probieren bereit. Während die Frauen sich die Speisen schmecken ließen gab die Referentin einige Tipps und Informationen zu den Rezepten und Zutaten. „Tofu ist nicht gleich Tofu“, meint die Hauswirtschafterin, „und hat man einmal ein Tofu gefunden das dem eigenen Geschmack entspricht, ist es ratsam bei diesem zu bleiben.“ Die Getreidearten Bulgur und Couscous, sowie Quinoa sind jedoch jederzeit austauschbar. Nur bei der Zubereitung muss beachtet werden, dass Quinoa und Bulgur gekocht werden muss, während Couscous nur mit heißer Brühe übergossen wird. Zur nächsten Probe bekamen die Frauen ein Geschnetzeltes aus Sojastücken mit deftigem Paprikagemüse. Mit Soja lassen sich herkömmliche Rezepte aus Fleisch leicht abwandeln und nicht wenige Frauen waren erstaunt, dass der Fleischersatz mit einer rezenten Soße durchaus nicht fade schmeckt. Man sollte dabei beachten, dass Soja – ebenso wie Fleisch – nicht jeden Tag auf den Tisch kommen sollte. Und die folgenden zwei Gerichte (Zucchini mit Bulgur-Feta-Füllung und ein scharfes Brokkoli-Linsencurry) sind auch für Nicht-Vegetarier eine gute Alternative, um den Fleischkonsum zu reduzieren. Linsen und Bohnen sind für Vegetarier ein wichtiger Eiweiß-Lieferant und sollten eigentlich täglich in irgendeiner Form auf dem Speiseplan stehen. Wie vielseitig Linsen verarbeitet werden können zeigte ein Rezept, bei dem Linsen auch in Strudel „verpackt“ wurde. Zu guter Letzt wurde die Speisenfolge mit einem leckeren Pana Cotta mit Mango-Püree abgeschlossen, das mit Agar-Agar angedickt wurde. Vorteil dieses Dickungsmittels ist, dass es schon bei 35° geliert und die Speise nach kurzer Zeit verzehrt werden kann. Die Referentin hatte alle Rezeptvorschläge für die Frauen bereit gelegt, so dass man das eine oder andere zu Hause nachkochen kann. Zum Abschluss meinte Frau Lober, dass es immer schon verschiedene kulinarische Wellen gegeben hat. Da löste z. B. die mediterrane Welle die Vollkorn-Zeit ab und derzeit boomt die vegetarisch/vegane Welle. Auch setzt sich die jüngere Generation immer in ihrer Kochwelt auch etwas von der Älteren ab. „Und jede Welle läßt etwas zurück, das unserer Esskultur verändert. Und das ist gut so!“, resümierte die Referentin.

Simone Joos

Landfrauen Weiler in den Tiefen des Ulmer Münsters

31.01.18

 

Pünktlich um 14:00 Uhr startete die Besichtigungsgruppe der Landfrauen Weiler mit dem Zug von Amstetten nach Ulm. Um 14:25 Uhr angekommen, war noch Zeit  für eine gemütliche Tasse Kaffee  auf dem Weg zum Ulmer Münster. In der Eingangshalle des Münsters startete die Gruppe dann unter Leitung eines Kellerführers mit der Baugeschichte der größten evangelischen Kirche Deutschlands . Vom Zeitraum der  Grundsteinlegung 1377 bis zum  Erreichen der endgültigen Turm-Höhe 1890 . Imposant war auch die Geschichte des Kirchturms, welcher der höchste auf der Welt ist , höher als der des Kölner Doms ,was wohl manchen Gästen aus der Kölner Region schon missfiel ! Mit Erklärungen über Portale, Gaden und Wappen, der an der Finanzierung beteiligten wohlhabenden Familien, ging es weiter durch das Kirchenschiff . Der nächste interessante Punkt war draußen die Valentinskapelle. Dies diente als Grabstätte der Patrizierfamilie Rembold . Nach der Reformation um 1530 mussten allerdings die Gebeine entfernt werden, wie ebenso die Altäre im Münster selbst, welche dann in den Kirchen umliegender  kleineren Gemeinden untergebracht wurden und  bis heute noch zu sehen sind. Weiter diente dann das Kellergewölbe des ehemaligen Pflegehofs der Zisterzienserabtei  Bebenhausen als Lagerraum und dann später während des 30 jährigen Krieges im 17. Jh  auch als „Schmalzhäusle“  .  Zurück im Münster, erfuhr die Gruppe dann Interessantes über den 1. Und 2. Bauabschnitt und  derer beteiligten Bauherren wie Heinrich Parler, Ulrich von Ensingen, dessen Sohn Matthäus und Enkelsohn Moritz und dann Matthäus Böblinger ,unter dessen Planung aber der Turm instabil wurde ,weshalb Böblinger durch Burkhard Engelberg ausgetauscht wurde, welcher dann die notwendigen Sicherungen durchführte. Nun ging es über eine steile Steintreppe zum älteren Kellerteil, unterhalb der Neithart-Kapelle ,welche der Familie Neidhart als Grablege diente. Die Gebeine wurden aber im 16. Jh. ins Beinhaus nahe der Valentinskapelle gebracht. Der Kellerführer ging nun mit der Gruppe mit eingezogenen Köpfen durch lange, schmale und somit niedere Gänge unter dem gesamten Kirchenschiff hindurch bis zum Turmfundament  . Angelangt in einem kleineren Raum, sieht man einen Granitbogen, der das Fundament stärkte. Nach einem Erdbeben 1911 musste dann das Fundament 1934 aber mit Stahlankern -und Stäben nochmals verstärkt werden , dessen Zuganker hier auch zu erkennen waren . Nach einem Rückweg ohne Beulen am Kopf und wieder oben im Kirchenschiff angekommen, war nun eine sehr aufschlussreiche Führung zu Ende und die Gruppe hatte sehr viel Interessantes und Neues über das Ulmer Münster erfahren. Mit dem Zug ging es wieder ohne Verspätung zurück nach Amstetten.

Heike Scheible

Vorstandschaft kocht!

05.02.18 Die Vorstandschaft lud Freunde und Bekannte zum Kochkurs im Möbelhaus Wannenwetsch ein.

Da das letzte Kochevent, welches die Vorstandschaft der Weiler Landfrauen im Möbelhaus in Gingen mitmachte, bereits 3 Jahre zurück lag ,war es Zeit für eine Wiederholung.

So trafen sich 10 kochfreudige Frauen und ein interessierter Mann zum gemeinsamen Kocherlebnis. Frau Wannenwetsch begrüßte die lustige Schar mit einem Gläschen Sekt und wünschte allen einen schönen und erfolgreichen Abend bevor sie das Wort an Frau Heister, die Hauswirtschaftsmeisterin weitergab.

Und nachdem noch ein Erinnerungsfoto mit sauberen Schürzen geschossen war, ging es sofort los mit der Besprechung der Rezepte, welche an diesem Abend umgesetzt werden sollten.

Crostini mit Cannellini-Bohnen und Grünkohlpesto, Gefülltes Rinderfilet oder Rote-Beete-Brownies hörten sich abenteuerlich an, aber die Teilnehmer nahmen die Herausforderungen gerne an und so ging es dann auch schon los.

In der Showküche wurde von nun an geschält, geschnitten, angebraten oder püriert. Die Wurzelgemüse wie Mö hren, Ringelbeete, Petersilienwurzel und auch Schwarzwurzel wollten geschält und zerkleinert werden.  Das Fruchtsorbet sollte so schnell wie möglich in die Kühlung und die Füllung für das Rinderfilet  musste vorbereitet werden.

Alle Backöfen liefen auf Hochtouren und auch den Köchinnen und dem Koch wurde es schnell warm.

Doch das  Kochen in so geselliger Runde macht einfach Spaß so wird mal hier geschaut, mal da probiert und nebenbei die Erfahrungen ausgetauscht. Man hilft sich gegenseitig wo es klemmt und unterstützt wenn Unsicherheiten auftreten. Es ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl.

Die leckeren Gerüche, die alsbald überall aufstiegen, weckten das Hungergefühl der Gruppe.

Zum Glück durften die ersten Häppchen probiert und verkostet werden, sobald diese fertig gerichtet waren.  Doch dies machte natürlich Appetit auf mehr.

Und als schließlich alle Gerichte soweit vorbereitet und fortgeschritten waren, wurde sogleich auch der Salat als Vorspeise serviert.

Am festlich eingedeckten Tisch ließen sich alle Feldsalat mit glasierten Kastanien schmecken.

Dann ging es auch nahtlos über zu Selleriesüppchen mit Gemüsechips und gleich danach zum Wurzelsalat.

Höhepunkt des Abends war natürlich das gefüllte Rinderfilet, welches mit Schwarzwurzel-Lauch-Strudel und Pesto serviert wurde.

Zum Abschluß waren alle auf die angekündigten Rote-Beete-Brownies gespannt, welche sicherlich das ungewöhnlichste Rezept des Abends waren.

Gesättigt, zufrieden und fröhlich saß die Truppe aus Weiler noch eine ganze Weile gemütlich beisammen und schwatze.

Als die Ordnung in der Küche weitestgehend wieder hergestellt war machte sich die Schar wieder auf den Weg nach Weiler.

Tanja Preßmar

Ein Hauch von Nostagie

16.02.18 Die Landfrauen Weiler besichtigten Confiserie Bosch in Uhingen.

Einen nicht ganz zum Fastenbeginn passenden  Programmpunkt hatten die Landfrauen Weiler am Aschermittwoch in Uhingen.

 Sie besichtigten dort die Produktion der „Wibelesfabrik“ Bosch.

Schon von außen war sichtbar, dass dies keine Betriebsbesichtigung wie jede andere wird.

 Die aus dem geislinger  Weiler angereisten Besucher wurden zunächst über eine schmale Treppe in die Büroräume geführt. Sogleich wurden ihnen Hygiene-Hauben und ein Plastikmantel zum Überziehen gereicht. Das sah sehr lustig aus. Doch diese Verkleidung hatte nichts mit Fasching zu tun, denn der war ja gerade vorüber, sondern ist Vorschrift.

 Die bereitgestellten „Versucherle“ entschädigten aber gleich wieder für die unbequeme Ausrüstung.

 Nun begrüßte Konditormeister Jürgen Hartmann die Gäste.

 Von Hartmann erfuhren die Zuhörer alles Wissenswerte rund um die Firma Bosch in Uhingen. Besonders die neue Zeit, die durch die Übernahme des Unternehmens von Wolfgang Hellstern

anbrach lag ihm sehr am Herzen. Voller Stolz berichtete er was seither geschaffen und geschafft wurde. Auch wurde in seinen Erzählungen deutlich, dass dieses „Schaffen“ unter den momentanen Gegebenheiten durchaus etwas von Nostalgie und Abenteuer hat. Er sprach von Erika, welche ihre besten Zeiten auch schon hinter sich hat und den Ruhestand verdient hätte. Wobei es sich bei Erika nicht um eine Mitarbeiterin sondern um das Herzstück der Wibelesbäckerei handelt.

Nachdem sie nun schon viel über die Geschichte des Hauses,  der Wibele und auch über die Zukunftspläne von einem größeren, moderneren Produktionsort mit Genusswelt gehört hatten, durften die Besucher Erika auch persönlich kennenlernen.

Sie wurden von Hartmann in die Backstube geführt.

Herr Melle, welcher Erika bedient, wartete schon darauf, vorführen zu dürfen, wie die Wibele aufs Blech kommen. Mit sehr viel Gefühl und Erfahrung füllte er Blech um Blech mit den leckeren Teigtropfen.

Ihren Weg über den Trockenraum bis hin zum Ofen durften dann die Gäste weiter verfolgen. Und natürlich durfte auch genascht werden. Frische Wibele direkt aus der Backstube, na wenn das am Aschermittwoch keine Sünde wert ist.

Im Anschluss bestand natürlich noch die Möglichkeit sich im Werksverkauf mit allerhand Süßem einzudecken. Denn die Firma Bosch ist weithin bekannt für ihre Wibele, dass sie allerdings auch Früchte schokoliert oder Geleefrüchte und Krokant-Eier herstellt war vielen neu.

Mit gut gefüllten Taschen und vielen Eindrücken und Informationen fuhren die Landfrauen wieder in Richtung Weiler, aber natürlich nicht, ohne vorher noch auf eine Tasse Kaffee einzukehren.

 Tanja Preßmar