Pflanzen und Igel im Garten

Am Montag Abend machten sich 16 Frauen auf den Weg zu Erika Bunck, die
vieles zu ihren Pflanzen im Garten erzählte und einige Tipps an die
"Frau" brachte. Auch ein paar Igel kamen aus ihren Verstecken und einer
ließ sich sogar streicheln. Der Abend fand einen gemütlichen Abschluss
bei Getränken, Brot und allerlei selbstgemachten Brotaufstrichen -
natürlich frisch aus dem Garten!

 

Andrea Ziegler

„Buntes Miteinander – unsere Zukunft“ – Verbandsweiter Aktionstag zur interkulturellen Begegnung am 01. Juli 2017 auf Schloß Filseck in Uhingen

 

Wenn ihr Kaffee wollt, ihr dürft euch ruhig bedienen“, zeigt sich Anne Breitenbücher ganz im Sinne ihrer Kollegin Lieselotte Zeller gastfreundlich. Typisch Landfrauen, da macht keine der Kreisvorsitzenden eine Ausnahme, weder aus Göppingen, noch aus Geislingen. Die Damen in ihren grünen Poloshirts sind stets um das Wohl ihrer Gäste besorgt. Und von denen hätten es beim Aktionstag am Wochenende ruhig ein wenig mehr sein können; wenngleich sich die Vorstandsschaft auch über die Anwesenden, darunter auch Frauen und Männer aus fernen Landen, freut.

Eine tolle Idee, Pinnnadeln in das jeweilige Heimatland auf der eigens mitgebrachten Weltkarte zu piksen. Ob aus Afghanistan, Benin, Iran oder den Philippinen, die Welt ist bunt. An insgesamt 15 unterschiedlichen Orten veranstaltete der Landfrauenverband Württemberg-Baden (WB) den Aktionstag zur interkulturellen Begegnung unter dem Motto: „Buntes Miteinander – unsere Zukunft – Vielfalt als Chance“. Die Teilnehmer, die  den Weg in den Biergarten auf Schloss Filseck fanden, freuten sich über den „Austausch auf Augenhöhe“, lockere Gespräche beim Frühstück und den anschließenden Bewegungstanz, unter der Anleitung von Bettina Gienger, Landfrau aus Amstetten. Und laden die Landfrauen ein, sind – sofern es ihre Zeit erlaubt – auch Landrat Edgar Wolff und Bürgermeister Matthias Wittlinger gerne zu Gast.

Dieses Motto repräsentiere in eindrücklicher Weise ihre Vielfalt an Aktivitäten, die von politischer Einflussnahme über Gesundheitsthemen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum bis zur Entwicklungszusammenarbeit reichen“, sagt der Landrat über die rund 55 000 organisierten Landfrauen im Verband. „Gerade in Zeiten starken Zustroms von Menschen in Not aus allen möglichen Kriegs- und Krisengebieten, suchen sie in vorbildlicher Weise den interkulturellen Dialog und werben für Verständnis und Verständigung zwischen den Kulturen“, so Landrat Edgar Wolff und betont: „Damit zeigen die Landfrauenvereine, dass es für sie keine Ausgrenzung gibt, sondern Wertschätzung aller, egal welcher Herkunft oder Konfession“. Anschließend nennt er auf ausdrücklichen Wunsch der Gastgeberinnen Fakten und Zahlen zum jetzigen Stand der Flüchtlinge.

Flüchtlinge in Zahlen

Mit rund 28 Prozent, in der Region Stuttgart liege der Anteil sogar bei 31 Prozent, habe Baden-Württemberg den höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund innerhalb der Flächenbundesländer Deutschlands. „In absoluten Zahlen und für den Landkreis Göppingen mit hochgerechnet – bedeutet dies, dass bei uns rund 75 000 Menschen mit Migrationshintergrund leben, die selbst oder deren Eltern hierher eingewandert sind“. Des weiteren erwähnt er den Integrationsplan, der bereits 2011 verabschiedet wurde, den hohen Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements, „über 42 Prozent würden sich in ihrer Freizeit in sportlichen, kulturellen oder karitativen Einrichtungen engagieren“.

Nach wie vor würde man sich mit der Flüchtlingsthematik beschäftigen. „Aktuell kommen im Monatsdurchschnitt etwa 1600 Flüchtlinge nach Baden-Württemberg, syrische Staatsbürger liegen mit einem Anteil von 19,6 Prozent weiter an der Spitze, gefolgt von Nigeria (11,8 Prozent) und Gambia (10 Prozent). Dem Landkreis werden derzeit monatlich 34 Flüchtlinge zugewiesen und das mit steigender Tendenz“, berichtet der Landrat und ergänzt: „Das Land hat angekündigt, dass wir ab September voraussichtlich 56 Personen monatlich aufnehmen müssen“.

Zum 30. April waren in den 77 Gemeinschaftsunterkünften noch 2126 Flüchtlinge untergebracht. Aktuell würde sich immer mehr die Aufgabe der Anschlussunterbringung stellen: „Nach spätestens 24 Monaten sind die Flüchtlinge  verpflichtet, die Gemeinschaftsunterkünfte wieder zu verlassen“. In den ersten vier Monaten des Jahres konnten 295 Personen in die Anschlussunterbringung wechseln, „hiervon sind 264 Menschen (89 Prozent) auf dem freien Wohnungsmarkt untergekommen“.

Trotz des Engagements sei  zu befürchten, dass diese hohe Erfolgsquote im Hinblick auf den massiv angespannten Wohnungsmarkt in Zukunft nicht mehr erreicht werden kann, heißt es weiter. „Derzeit leben in den Gemeinschaftsunterkünften mehr als 700 Personen, welche die Voraussetzungen für eine Anschlussunterbringung erfüllen, aber mangels entsprechender Wohnungsangebote nicht ausziehen können“, sagt der Landrat und weist darauf hin, dass sich diese Zahl bis zum Jahresende um mindestens 300 Menschen erhöhen wird.

Am 27. April haben das Land und die kommunalen Landesverbände den „Pakt für Integration“ unterzeichnet. Im Rahmen dieser Vereinbarung stelle das Land den Kommunen in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 320 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 180 Millionen (90 Mio. pro Jahr) sollen pauschal als Unterstützung für die Kosten der Anschlussunterbringung und weitere 140 Millionen (70 Mio. pro Jahr) für die Förderung der Flüchtlinge fließen.

Den Film zu dem Tanz kann man auf dem Kanal Youtube ansehen unter Kreislandfrauen Geislingen

Landfrauen Steinenkirch feiern ihr 70-jähriges Jubiläum

Landfrauen Steinenkirch feiern ihr 70-jähriges Jubiläum

 

„Siebzig Jahre – wenn das kein Grund zum Feiern ist“ sagten sich am vergangenen Sonntag über 100 Landfrauen, und folgten gerne der Einladung zum Jubiläums-Brunch in den Landgasthof Rössle in Steinenkirch. Mit zahlreichen Ehrengästen, darunter auch die Präsidentin des Landfrauenverbands Württemberg-Baden Marie-Luise Linckh, wurde das Jubiläum kulinarisch, musikalisch und harmonisch gebührend gefeiert. Gleichzeitig verabschiedete sich der Ortsverein von seiner langjährigen Vorsitzende Lieselotte Zeller, die achtzehn Jahre lang die Geschicke des Vereins geleitet hatte.

 

Die Schar der Gratulanten eröffnete Bürgermeister Matthias Nägele, übrigens der einzige „Landmann“ im Verein. Er erinnerte an die Anfänge des Vereins, die bis ins Jahr 1934 zurückreichen. Aus dem „Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein“ entstand am 23. Februar 1947 der Landfrauenverein Steinenkirch. Mit viel Idealismus führte die Gründerin Maria Bühler den Verein durch alle anfänglichen Turbulenzen, denn viele Bauern sahen ihre Frauen damals lieber in Haus und Hof als im Verein. Aus den sieben Mitgliedern wurden bald 33, als so gut wie jede Frau in Steinenkirch für den Verein gewonnen werden konnte. Anfang 1975 übernahm Anna Staudenmaier den Vorsitz, gefolgt von Maria Zahn im Jahr 1980. Ab 1999 war dann Lieselotte Zeller am Ruder, und baute den Verein konsequent zu einem modernen Verein für Jung und Alt aus mit einem vielfältigen Veranstaltungs- und Bildungsangebot. Heute hat der Verein 165 Mitglieder, drei Gymnastik-Gruppen, eine Mutter-Kind-Gruppe und eine Mädchengruppe. „70 Jahr hosch auf am Rücka, und kosch ons emmer no entzücka“, beschrieb die Landfrau Martina Ströhle in einem lustigen Gedicht die Vereinsgeschichte.

 

Die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands Geislingen Elfriede Hezler sowie die Präsidentin Marie-Luise Linckh erinnerten in ihren Grußworten die versammelten Landfrauen daran, dass zur Bildung auch die politische Bildung gehöre. Über eine halbe Million Landfrauen gibt es in Deutschland, die gemeinsam schon einiges erreicht haben: Sei es das Bildungszeitgesetz, die Mütterrente oder Programme zur Brustkrebsvorsorge.

 

Die Verdienste von Lieselotte Zeller um den Verein können nicht hoch genug eingeschätzt werden. Auch nach ihrem Ausscheiden bleibt sie Landfrau – zum einen als Kreisvorsitzende, zum anderen als Vizepräsidentin im Landesverband, und ab sofort auch als Ehrenvorsitzende im Ortsverein Steinenkirch. Denn dieses Ehrenamt wurde ihr am vergangenen Sonntag verliehen, ebenso wie die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, die es für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in herausgehobener Position gibt. Auch der Ortsverein verabschiedete sich mit Dankesworten, besten Wünschen und Geschenken bei seiner „Oberbiene“.

Am Schluss kamen 30 Landfrauen zu besonderen Ehren: Für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verein bekamen sie eine Urkunde und eine kleines Geschenk. Überreicht wurde dies von fünf Mädchen aus der Mädchen-Gruppe, die extra zu diesem Anlass die original erhaltene Älbler-Tracht angezogen hatten, was die Landfrauen mit viel Beifall quittierten.

ür 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

Hannelore Geiger, Marianne Grieser, Bärbel Staudenmaier, Magdalena Groß, Doris Kustermann, Theresia Biegert, Martina Pangerl und Anna Prinzinger.

 

30 Jahre:

Lore Fahrion, Anneliese Röder, Lore Bronner, Maria Huber, Gabriele Knoblauch (die auch schon seit über 20 Jahren Übungsleiterin ist), Ursula Klauß, Rosemarie Posner, Anne Schmid, Christel Hofelich und Lieselotte Zeller. 

35 Jahre:

Erika Biegert, Christa Bosch, Gisela Heer, Katharina Sauer, Ilse Schweizer, Hilde Ströhle, Maria Ströhle und Edeltraud Grieser. 

40 Jahre:

Die Ehrenvorsitzende Maria Zahn 

50 Jahre:

Marie Niederberger und Margret Kühnle 

Stolze 70 Jahre:

Paula Köpf

Landfrauenverein Schalkstetten waren in Schorndorf

Landfrauenverein Schalkstetten 23.05.17

Eine Ausfahrt mit Blick in die Vergangenheit erlebte der Schalkstetter Landfrauenverein mit dem Besuch in Schorndorf, der Geburtsstadt von Gottlieb Daimler. Auch ging man dem Senf auf den Grund.

Claudia Gugenhan begrüßte 28 Teilnehmer in Vertretung der Vorsitzenden Ilse Rösch, darunter auch drei männliche Begleiter. Bei bestem Reisewetter wurde die Stadt Schorndorf angesteuert. Stadtführerin Inge Schweizer machte in ihrem Gewand aus dem 19.Jahrhundert einen fürstlichen Eindruck auf die Besucher. ,,Die Emma Pauline Kurz in deren Gestalt ich bei ihnen bin, wäre heute 174 Jahre alt und deshalb konnte sie nicht vor ihnen stehen und deshalb macht das heute die Inge Schweizer“. Bilder aus jener Zeit zeigen Personen mit steifer Haltung das kam davon, weil sie 20 Sekunden stille stehen mussten. Es gab keine Schnappschüsse. Die Fotografie war noch in den Kinderschuhen. Aus dem Lebens der Stadt erfuhr man von ,,Emma“, dass die Kinder sofort nach der Geburt getauft wurden. Bei der großen Geburtenzahl gab es eine hohe Sterblichkeitsrate und man konnte es sich einfach nicht vorstellen, dass ein Kind ohne getauft zu sein stirbt, meinte die Dame aus dem ,,schönen Jahrgang 1955“. Einen breiten Raum nahm die Geschichte um die Erfinder der Mobilität der Menschheit mit Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach ein. Zahlreich die historischen Gebäude zu denen zählte auch das Geburtshaus von Gottlieb Daimler. Nach dem Mittagsessen im ,,Kesselhaus“ ging es zu Maiers Senf- und Feinkostmanufaktur in Schorndorf-Miedelsbach. Geschäftsführerin Klara Maier informierte über die Herstellung von Senf, zu dem kamen die Gäste ,,unter die Haube“, versehen mit einem Kopfschutz. Der Senf kommt ursprünglich aus Asien und wird seit 3000 Jahren angebaut. Mit Honig, Salz, Wasser, Essig und Senf werden die verschiedenen Sorten hergestellt. Am Ende gaben die Landfrauen mit ihrem Einkauf der Feinkostmanufaktur wahrlich ihren Senf dazu. Mit einem Glas Honig von der Alb bedankte sich Claudia Münkle für die ,,Herstellung von Senf“.

Bilder: Inmitten der Reisegruppe die Stadtführerin ,,Emma Pauline“.

Eine Ausfahrt mit Blick in die Vergangenheit erlebte der Schalkstetter Landfrauenverein mit dem Besuch in Schorndorf, der Geburtsstadt von Gottlieb Daimler. Auch ging man dem Senf auf den Grund.

Claudia Gugenhan begrüßte 28 Teilnehmer in Vertretung der Vorsitzenden Ilse Rösch, darunter auch drei männliche Begleiter. Bei bestem Reisewetter wurde die Stadt Schorndorf angesteuert. Stadtführerin Inge Schweizer machte in ihrem Gewand aus dem 19.Jahrhundert einen fürstlichen Eindruck auf die Besucher. ,,Die Emma Pauline Kurz in deren Gestalt ich bei ihnen bin, wäre heute 174 Jahre alt und deshalb konnte sie nicht vor ihnen stehen und deshalb macht das heute die Inge Schweizer“. Bilder aus jener Zeit zeigen Personen mit steifer Haltung das kam davon, weil sie 20 Sekunden stille stehen mussten. Es gab keine Schnappschüsse. Die Fotografie war noch in den Kinderschuhen. Aus dem Lebens der Stadt erfuhr man von ,,Emma“, dass die Kinder sofort nach der Geburt getauft wurden. Bei der großen Geburtenzahl gab es eine hohe Sterblichkeitsrate und man konnte es sich einfach nicht vorstellen, dass ein Kind ohne getauft zu sein stirbt, meinte die Dame aus dem ,,schönen Jahrgang 1955“. Einen breiten Raum nahm die Geschichte um die Erfinder der Mobilität der Menschheit mit Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach ein. Zahlreich die historischen Gebäude zu denen zählte auch das Geburtshaus von Gottlieb Daimler. Nach dem Mittagsessen im ,,Kesselhaus“ ging es zu Maiers Senf- und Feinkostmanufaktur in Schorndorf-Miedelsbach. Geschäftsführerin Klara Maier informierte über die Herstellung von Senf, zu dem kamen die Gäste ,,unter die Haube“, versehen mit einem Kopfschutz. Der Senf kommt ursprünglich aus Asien und wird seit 3000 Jahren angebaut. Mit Honig, Salz, Wasser, Essig und Senf werden die verschiedenen Sorten hergestellt. Am Ende gaben die Landfrauen mit ihrem Einkauf der Feinkostmanufaktur wahrlich ihren Senf dazu. Mit einem Glas Honig von der Alb bedankte sich Claudia Münkle für die ,,Herstellung von Senf“.

Bilder: Inmitten der Reisegruppe die Stadtführerin ,,Emma Pauline“.