13. Dezember 2019 - Beiträge - Allgemein - Autor

Sag mir, wo ist Bethlehem?

Unbenannt

Passend zur Adventszeit war am 3. Dezember Frau Monika Speidel  mit ihrem Thema „Sag mir, wo ist Bethlehem?“ bei den Landfrauen zu Gast. Die vielseitige Referentin ist selbst Landfrau in Westerstetten und aus dieser Tätigkeit sind auch viele ihrer Referate entstanden. Das weihnachtliche Thema leitete sie mit ihrer Mundharmonika ein, wozu die Frauen Weihnachtslieder singen konnten. Das Herz soll aufgehen, unsere Sinne und Gedanken den Alltag verlassen, um inne zu halten und sich neu ausrichten zu können. Und Musik ist dazu sehr gut geeignet! Mit einer kleinen Geschichte aus dem Büchlein „Bethlehem ist nebenan“ beantwortete sie schon die gestellte Frage, und meint dazu: „Bethlehem ist überall, wir müssen nur ein offenes Ohr dafür haben.“ Wohl singen wir mit Versen von Paul Gerhard „Ich steh an deiner Krippen hier …“, und haben dabei den Futtertrog, der im Stall in Bethlehem stand, vor Augen. Und sie ergänzt, dass Gott an keinem Ort als in Bethlehem den Menschen je näher gekommen ist. Doch gleichzeitig soll unser Herz wie diese Krippe sein, in dem Jesus einkehren möchte. Und somit ist Bethlehem überall, wo Menschen sich auf den Heiland und Christus einlassen. Dies ist eine Einladung, die uns jedes Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit begegnet und doch stellen wir fest, dass uns das Bewusstsein dieser Einladung immer wieder schnell abhandenkommt. Wie leicht verliert man sich in den Anforderungen des Alltags und es ist eine stetige Übung, „bei sich anzukommen“ formuliert die Referentin. Sie zitiert dazu Karl Valentin: Heut gehe ich mich mal besuchen… mal sehn ob ich Zuhause bin. Bethlehem ist also nicht auf einen Ort begrenzbar, sondern fängt bei uns selbst an und setzt sich in den Beziehungen zu unseren Mitmenschen fort. „Bethlehem ist da, wo wir einander vertrauen und wunderbares durch Gott geschehen lassen.“  Zum Abschluss des Referats ließ die Referentin den Abend mit einigen meditativen Texten ausklingen.

 

Simone Joos